Niedertemperatur-supraleitende Koaxialkabel (LTS-Koaxialkabel) sind unverzichtbare „Nervenfasern“ in Experimenten der Ultratiefkältephysik und Spitzentechnologien wie dem Quantencomputing.
Um diese Kabel besser zu verstehen, können wir sie aus drei Perspektiven betrachten: ihre Struktur, ihre Funktionsweise und die grundlegenden Herausforderungen, für die sie entwickelt wurden.
1. Kernelemente der Struktur: Warum heißt es „koaxial“?
Strukturell verwenden niedertemperatur-supraleitende Koaxialkabel eine koaxiale Anordnung, ähnlich wie herkömmliche Haushalts-Koaxial-Fernsehkabel. Die Materialien und Betriebsbedingungen unterscheiden sich jedoch grundlegend.
Innen- und Außenleiter: Diese bestehen typischerweise aus niedertemperatursupraleitenden Materialien wie NbTi (Niob-Titan).
Isolationsschicht (Dielektrikum): Zwischen dem inneren und äußeren Leiter befindet sich das Dielektrikum, das üblicherweise aus einem Material mit äußerst geringen dielektrischen Verlusten besteht, wie beispielsweise PTFE (Teflon).
Betriebsumgebung: Das Kabel muss bei extrem niedrigen Temperaturen arbeiten – gewöhnlich unterhalb von 4,2 K (der Temperatur von flüssigem Helium). Unter diesen Bedingungen geht das supraleitende Material in einen zustandslosen Widerstandszustand über.
Diese Koaxialstruktur gewährleistet eine stabile Übertragung von Hochfrequenzsignalen mit minimalem Verlust unter kryogenen Bedingungen.
2. Warum supraleitende Materialien für Kabel verwenden?
Bei Präzisionsexperimenten wie der Steuerung von Quantenchips müssen Mikrowellensignale von einer Umgebung mit Raumtemperatur bis hinunter zu einer ultratiefen Temperaturstufe (beispielsweise 20 mK) übertragen werden. Wenn herkömmliche Kupferkabel verwendet werden, treten zwei kritische Probleme auf.
Signaldämpfung (Signalverlust): Gewöhnliche Metalle weisen elektrischen Widerstand auf. Bei der Hochfrequenz-Signalübertragung wird Energie in Wärme umgewandelt, was zu einer Abnahme der Signalamplitude führt und möglicherweise zu Signalverzerrung oder -verlust führen kann.
Wärmeleitung (Herausforderung durch Wärmeverlust): Kupfer ist nicht nur ein guter elektrischer Leiter, sondern auch ein ausgezeichneter Wärmeleiter. Wärme von der Seite mit Raumtemperatur kann entlang des Kabels leicht in den kryogenen Bereich gelangen, was die Kühlvorrichtung stark belastet und möglicherweise zu Systeminstabilität führt.
Der ,Zauber‘ von nieder-temperatursupraleitenden Kabeln liegt in ihrem verschwindenden elektrischen Widerstand und ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit, wodurch Mikrowellensignale nahezu verlustfrei übertragen werden können, während gleichzeitig die ultraniedrige Temperaturumgebung effektiv geschützt bleibt.
3. Anwendungsszenarien
Quantencomputing: Diese Kabel leiten Mikrowellen-Steuersignale und -auslesesignale präzise zu supraleitenden Qubits und minimieren so Dekohärenz, die durch thermisches Rauschen verursacht wird.
Physik bei hohen Magnetfeldern: In Teilchenbeschleunigern und MRT-Systemen gewährleisten supraleitende Koaxialkabel eine zuverlässige Hochfrequenz-Signalübertragung unter starken Magnetfeldern.
Weltraumforschung: In Satelliten und Infrarot-Erfassungssystemen, die kryogene Kühlung erfordern, helfen diese Kabel, eine extrem hohe Empfindlichkeit aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die thermische Belastung zu verringern.
4. Niedertemperatursupraleiter (LTS) im Vergleich zu Hochtemperatursupraleitern (HTS)
Niedertemperatursupraleitendes Koaxialkabel (LTS): Materialien umfassen NbTi und Nb3Sn, betrieben bei Temperaturen unterhalb von 10 K mit flüssigem Helium, hauptsächlich für die Signalübertragung und präzise Messungen.
Hochtemperatursupraleitendes Stromkabel (HTS): Materialien umfassen YBCO und BSCCO, betrieben bei 65–77 K mit flüssigem Stickstoff, hauptsächlich für die Übertragung von Hochstrom.
Fazit
Tiefkalt-superleitende Koaxialkabel können als verlustfreie mikroskalige Informationsautobahnen betrachtet werden. Sie gewährleisten eine nahezu verlustfreie Übertragung von Mikrowellensignalen und unterdrücken gleichzeitig Wärmeleckage in ultratiefkalt Systemen.
Mit langjähriger Erfahrung in Hochfrequenz- und Präzisionskabeltechnologien verbessert Hotten kontinuierlich Leitermaterialien, dielektrische Strukturen und die Gesamtstabilität der Kabel und bietet zuverlässige Lösungen für die Signalübertragung bei tiefen Temperaturen und hohen Frequenzen für anspruchsvolle Forschungs- und High-End-Anwendungen.

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