Im stetigen Vorantreiben der Miniaturisierung in sämtlichen Branchen – von hochdichten medizinischen Sonde bis hin zu Kabeln für die nächste Generation von AR/VR-Anwendungen – verlassen sich Ingenieure zunehmend auf ultrafeine Leiter wie AWG-50-Mikrokoaxialkabel. Mit einem Außendurchmesser von etwa 0,025 Zoll (0,635 mm) ermöglichen diese Kabel erstaunliche Reduzierungen des Formfaktors. Dennoch birgt der Betrieb bei höheren Frequenzen in diesem so kleinen Bereich besondere physikalische Herausforderungen, insbesondere Signalverluste. Das Verständnis der physikalischen Ursachen dieser Dämpfung ist entscheidend, um die volle Leistungsfähigkeit dieser Kabel in empfindlichen Anwendungen wie ICE, IVUS sowie oralen Bildgebungsanwendungen effektiv auszuschöpfen.

Leiterverluste bei AWG-50-Mikrokoaxialkabeln bei niedrigen Frequenzen
Die Hauptquelle für Verluste bei jeder Form von Koaxialkabeln ist der Leiterverlust, der durch den Skineffekt verursacht wird. Mit steigender Signalfrequenz konzentriert sich der Stromfluss auf eine dünne „Hautschicht“ an der Oberfläche des Leiters. Die Eindringtiefe (δ) ist umgekehrt proportional zur Quadratwurzel aus Frequenz und Permeabilität des Leiters. Bei einem AWG-50-Kabel stellt der kleine Leiterquerschnitt eine erhebliche Einschränkung dar: Der Hochfrequenzwiderstand solch kleiner Leiter ist vor allem deshalb deutlich höher, weil die für den Stromfluss zur Verfügung stehende Oberfläche sehr gering ist. Dies führt zu erheblichen ohmschen (I²R-)Verlusten, bei denen elektrische Leistung in Wärme umgewandelt wird. In Anwendungen wie dichten Drohnen-Kabelbäumen oder sogar Robotik-Kabelbäumen, bei denen der Kabeleinsatz zwar kurz sein kann, die verfügbaren Bauräume jedoch äußerst begrenzt sind, ist die gezielte Steuerung dieser leitungsbedingten Erwärmung entscheidend, um eine Leistungsverschlechterung zu vermeiden.

Dielektrischer Verlust in AWG-50-Mikrokoaxialkabeln bei hohen Frequenzen
Während die Leiterverluste bei reduzierten Frequenzen dominieren, werden die Dielektrikumverluste zunehmend bedeutend, sobald die Frequenzen in den mehrere Gigahertz umfassenden Bereich ansteigen. Dieser Verlust tritt innerhalb des isolierenden Materials (des Dielektrikums) auf, das den aktiven Leiter vom Abschirmleiter trennt. Bei Anlegen eines wechselnden elektrischen Feldes richten sich die polaren Moleküle im Dielektrikum ständig neu aus, wodurch Reibung und Wärme entstehen; dies wird als Verlustfaktor (Df) bezeichnet. Ultrafeine Kabel erfordern ultradünne Dielektrika, was häufig Materialkompromisse bedeutet. Die Auswahl eines Dielektrikums mit einem niedrigen Verlustfaktor (z. B. erweitertes PTFE) ist zwingend erforderlich, um die Signalstabilität in breitbandigen Anwendungen wie USB4-Kabelbaum-Systemen sowie LVDS-Kabelbaum-Systemen für hochauflösende medizinische Bildschirme zu gewährleisten.

Struktureller Rückflussdämpfung und Impedanzdiskontinuitäten in ultrafeinen mikrokoaxialen Kabeln
Signalverlust hängt nicht nur mit Dämpfung zusammen, sondern auch mit Signalreflexionen. Der strukturelle Rückflussdämpfungswert (SRL) wird durch kleinste geometrische Unregelmäßigkeiten im Kabel, Schwankungen im Durchmesser des Dielektrikums, Exzentrizität des Innenleiters oder sogar Inkonsistenzen in der Abschirmgeflechtstruktur ausgelöst. Bei einem AWG-50-Kabel, bei dem die Toleranzen in Mikrometern definiert sind, führt jede Art von Abweichung zu einer Impedanzdiskontinuität. Solche Diskontinuitäten bewirken, dass ein Teil des Signals zum Sender zurückreflektiert wird, wodurch die übertragene Signalleistung effektiv reduziert sowie Datenfehler oder sogar Bildartefakte verursacht werden. Dies ist insbesondere bei Ultraschall-Sondekabeln und Endoskopkabeln von entscheidender Bedeutung, da die Integrität des analogen HF-Signals unmittelbar mit der Bildschärfe sowie der diagnostischen Zuverlässigkeit zusammenhängt.

Begrenzung durch Präzisionsengineering und Werkstoffwissenschaft
Die Überwindung dieser physikalischen Einschränkungen erfordert einen alternativen Konstruktionsansatz:
Weiterentwickelte Materialien: Die Verwendung hochreiner, versilberter Kupferleiter nutzt die Oberflächenleitfähigkeit optimal aus. Die Verwendung von Dielektrika mit geringer Dichte und niedrigem Df-Wert reduziert Polarisationsverluste.
Präzisionsherstellung: Die Einhaltung von Toleranzen im Mikrometerbereich bei der Extrusion sowie bei der Kabelherstellung gewährleistet geometrische Gleichmäßigkeit, ermöglicht eine gezielte Steuerung des Widerstands und verringert die SRL (Structural Return Loss). Diese Präzision steht im Mittelpunkt unserer Fertigung von HF-Koaxialkabeln sowie von Mikrokoaxialkabel-Baugruppen.
Optimiertes Design: Das Verständnis des für die Anwendung relevanten Frequenzbands ermöglicht maßgeschneiderte Konstruktionen. So kann beispielsweise ein Kabelbaum für eine Gimbal-Kamera auf flexible, verlustarme Dielektrika für wiederholte Bewegungen ausgelegt sein, während ein HF-Ablationskabel eine Balance zwischen minimalen Signalverlusten und hoher Leistungsübertragungsfähigkeit bieten muss.
Für OEMs, die die Grenzen der Innovation ausloten, stellt die Option eines ultradünnen Koaxialkabels ein Gleichgewicht zwischen physikalischen Gegebenheiten und Effizienz dar. Bei Hotten Electronic Wire Technology entwickelt unser Team unsere AWG-50-Mikrokoaxialkabel nicht einfach nur, um Abmessungsvorgaben zu erfüllen, sondern gezielt, um die grundlegenden Herausforderungen durch Signaldämpfung zu meistern. Durch ein tiefes Verständnis der Wechselwirkung zwischen Leitergeometrie, Dielektrikeigenschaften sowie struktureller Präzision stellen wir Kabel bereit, die eine zuverlässige, hochauflösende Signalübertragung für die fortschrittlichsten medizinischen, consumer- und kommerziellen Anwendungen gewährleisten.
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